„Mietpreisentwicklung 2026 in Deutschland: Wo sich Kaufen noch mehr lohnt als Mieten?“

„Mietpreisentwicklung 2026 in Deutschland: Wo sich Kaufen noch mehr lohnt als Mieten?“

Mietpreisentwicklung 2026 in Deutschland: Trends, Prognosen und regionale Unterschiede

Die Mietpreisentwicklung 2026 in Deutschland wird von vielen Faktoren geprägt: Zinsen, Baukosten, Wohnungsknappheit, Regulierung und regionale Wirtschaftskraft. Während in einigen Metropolregionen die Mieten weiter stark anziehen, zeichnen sich in anderen Städten und Regionen erste Entspannungstendenzen ab. Für viele Mieter stellt sich daher dringlicher denn je die Frage: Wo lohnt sich Kaufen mehr als Mieten?

Wer die aktuellen Daten und Prognosen richtig einordnet, kann Chancen erkennen – sei es beim Erwerb einer Eigentumswohnung zur Selbstnutzung, beim Kauf eines Einfamilienhauses im Speckgürtel oder bei der Investition in ein Renditeobjekt. Dieser Überblick ordnet die Mietpreisentwicklung 2026 in Deutschland ein und zeigt, in welchen Regionen der Kauf im Verhältnis zur Miete besonders attraktiv erscheint.

Aktuelle Lage: Wie haben sich die Mieten bis 2026 entwickelt?

Nach Jahren stark steigender Mieten in fast allen Großstädten ist der Markt differenzierter geworden. Zwar bleibt Wohnraum in den Top-7-Städten knapp, gleichzeitig haben steigende Zinsen und hohe Baukosten die Nachfrage nach Eigentum gedämpft. Dies wirkt sich indirekt auch auf die Mietpreisentwicklung 2026 aus.

Typische Beobachtungen auf vielen Märkten:

  • Großstädte: Weiter steigende Angebotsmieten, teils aber geringere Dynamik als 2020–2022.
  • Mittelstädte: Teilweise Nachholeffekte, da viele Mieter aus München, Hamburg oder Berlin in das Umland ausweichen.
  • Ländliche Regionen: Stabilere oder nur moderat steigende Mieten, dafür oft höhere Leerstandsquoten.

Vor allem in gefragten Metropolräumen drücken mangelnder Neubau, hohe Zuwanderung und eine starke Binnenmigration die Mieten nach oben. Dies führt dazu, dass in bestimmten Quartieren und Städten die monatliche Mietbelastung bereits so hoch ist, dass der Erwerb von Wohneigentum – trotz höherer Zinsen – langfristig ökonomisch attraktiver sein kann.

Faktoren, die die Mietpreisentwicklung 2026 in Deutschland bestimmen

Um einschätzen zu können, wo sich Kaufen mehr lohnt als Mieten, ist es hilfreich, die zentralen Preistreiber am Wohnungsmarkt zu kennen. Die Mietpreisentwicklung 2026 wird vor allem durch diese Faktoren beeinflusst:

  • Zinsniveau: Höhere Finanzierungskosten dämpfen die Nachfrage nach Eigentum, können aber den Mietmarkt zusätzlich unter Druck setzen, wenn mehr Haushalte in der Miete bleiben.
  • Neubau und Wohnungsangebot: Weniger Baugenehmigungen und Stopps von Projekten führen zu einem engeren Mietmarkt, insbesondere in Großstädten und Universitätsstädten.
  • Demografische Entwicklung: Zuwanderung, Urbanisierung und kleinere Haushaltsgrößen erhöhen den Bedarf an Wohnungen, vor allem in wirtschaftlich starken Regionen.
  • Regulierung: Mietpreisbremse, Kappungsgrenzen und Diskussionen um Mietendeckel beeinflussen das Verhalten von Investoren und Vermietern.
  • Arbeitsmarkt und regionale Wirtschaftskraft: Je stabiler und attraktiver der Arbeitsmarkt, desto höher die Zahlungsbereitschaft der Mieter.

In der Summe sprechen diese Faktoren dafür, dass die Mietpreise 2026 in vielen A-Standorten weiter steigen. In B- und C-Städten sowie im Umland ergeben sich jedoch Zonen, in denen Kaufpreise im Verhältnis zu den Mieten moderater ausfallen – und genau dort kann sich Kaufen mehr lohnen als Mieten.

Wo sich Kaufen 2026 besonders lohnt: Verhältnis von Kaufpreis zu Miete

Ein zentraler Indikator für die Attraktivität von Wohneigentum ist das Verhältnis von Kaufpreis zu Jahresnettokaltmiete, häufig als Vervielfältiger oder als Price-to-Rent-Ratio bezeichnet. Je niedriger dieser Wert, desto eher kann der Erwerb einer Immobilie – vorausgesetzt solide Finanzierung – wirtschaftlich sinnvoller sein als dauerhaft zu mieten.

Tendenziell gilt:

  • Sehr hohe Multiplikatoren (35-fache Jahresmiete und mehr): Typisch für Top-Lagen in Metropolstädten. Hier bleibt Mieten oft günstiger, zumindest kurzfristig.
  • Mittlere Multiplikatoren (25–35-fache Jahresmiete): Häufig in guten, aber nicht zentralsten Lagen großer Städte sowie in beliebten Mittelstädten.
  • Niedrige Multiplikatoren (unter 25-fache Jahresmiete): Oft in B- und C-Lagen, in peripheren Regionen oder strukturschwächeren Gebieten. Hier kippt das Verhältnis häufig zugunsten des Kaufens.

Entscheidend ist jedoch die Kombination mit der erwarteten Mietpreisentwicklung 2026 und darüber hinaus. Wenn in einer Region die Mieten überdurchschnittlich stark steigen dürften, kann selbst ein zunächst hoher Kaufpreis langfristig sinnvoll sein, vor allem bei Eigenbedarf.

Regionale Beispiele: Städte und Regionen, in denen Kaufen attraktiver wird

Auch wenn exakte Werte je nach Quelle und Quartier variieren, lassen sich einige regionale Tendenzen erkennen. Die nachfolgenden Beispiele dienen als Orientierung, wohin sich die Mietpreisentwicklung 2026 bewegen könnte und wo Immobilienkäufer interessante Alternativen zur Miete finden.

Metropolregionen: Speckgürtel statt Innenstadt

In Ballungsräumen wie München, Frankfurt, Stuttgart, Hamburg oder Berlin bleibt die Mietpreisentwicklung 2026 angespannt. Bauland ist knapp, Neubau stagniert häufig. Während in den absoluten Innenstadtlagen die Mietrenditen vergleichsweise niedrig sind, öffnen sich im Speckgürtel neue Optionen für Käufer.

  • München und Umland: In der Stadt selbst ist das Verhältnis von Kaufpreis und Miete oft extrem hoch. Im weiteren Umland – etwa in kleineren Orten mit S-Bahn-Anschluss – steigen die Mieten spürbar, während die Kaufpreise weniger stark anziehen. Für Familien, die langfristig planen, kann ein Einfamilienhaus oder eine großzügige Eigentumswohnung dort attraktiver werden als eine teure Stadtmiete.
  • Frankfurt Rhein-Main: Innerstädtisch sind die Vervielfältiger hoch, doch im Rhein-Main-Gebiet, z. B. in Mittelstädten mit guter Verkehrsanbindung, nähern sich Mietniveau und Finanzierungsrate an. Wer bereit ist, Pendelzeiten in Kauf zu nehmen, findet nicht selten Immobilien, bei denen die Nettokaltmiete einer vergleichbaren Wohnung über der künftigen Kreditrate liegt.
  • Berlin-Brandenburg: Trotz politischer Debatten um Mieten bleibt die Nachfrage nach Wohnraum hoch. In einigen brandenburgischen Gemeinden mit guter ÖPNV-Anbindung steigen die Angebotsmieten deutlich. Wenn die Kaufpreise hier noch moderater sind als in Berlin, kann Eigentum für Selbstnutzer langfristig günstiger sein als steigende Mieten.

Mittelstädte: Steigende Nachfrage, noch moderate Kaufpreise

Viele Mittelstädte in Deutschland profitieren von Verlagerungen aus den Großstädten: Gut ausgebildete Fachkräfte, Familien und Homeoffice-Arbeiter ziehen verstärkt in Städte mit 50.000 bis 200.000 Einwohnern. Die Mietpreise reagieren zunehmend auf diese Nachfrage, während die Kaufpreise in manchen dieser Städte noch nicht das Niveau der Metropolen erreicht haben.

Typische Kandidaten, in denen sich Kaufen 2026 besonders lohnt, weisen Folgendes auf:

  • Solide wirtschaftliche Basis (z. B. Universitätsstadt, Behördenstandort, Technologie- oder Industriestandort).
  • Gutes Bildungs- und Freizeitangebot, intakte Innenstadt, Kultur und Gastronomie.
  • Steigende, aber noch vergleichsweise moderate Mieten im Vergleich zu A-Städten.
  • Eigenheimpreise, die bei realistischer Eigenkapitalquote zu tragbaren monatlichen Belastungen führen.

In solchen Städten kann der Erwerb einer Eigentumswohnung oder eines Reihenhauses für Eigennutzer schon dann interessanter werden als Miete, wenn die Gesamtbelastung aus Kreditrate, Hausgeld und Instandhaltung nur wenig über der aktuellen Miete liegt – insbesondere wenn mit weiter steigenden Mieten zu rechnen ist.

Strukturschwächere Regionen: Günstig kaufen, aber genau hinsehen

In vielen ländlichen und strukturschwächeren Regionen Deutschlands sind die Kaufpreise im europäischen Vergleich niedrig. Die Mieten steigen teilweise nur schwach oder stagnieren. Auf den ersten Blick scheint hier Kaufen immer attraktiver als Mieten zu sein – die Realität ist allerdings komplexer.

Wichtige Fragen für Käufer:

  • Wie entwickeln sich Bevölkerung und Arbeitsmarkt vor Ort?
  • Gibt es genügend Nachfrage nach Mietwohnungen, falls die Immobilie später vermietet oder verkauft werden soll?
  • Wie hoch sind Leerstandsquoten und wie stabil ist die lokale Infrastruktur (Schulen, Ärzte, ÖPNV)?

Gerade in Regionen mit sinkender Einwohnerzahl können sehr niedrige Kaufpreise durch ein höheres Risiko erkauft werden: Während sich das Wohnen im eigenen Haus dort oft deutlich günstiger gestaltet als in der Miete, ist die Wertentwicklung der Immobilie schwer abzuschätzen. Wer jedoch langfristig bleiben und selbst nutzen will, kann in solchen Gegenden extrem günstig Wohneigentum aufbauen.

Kaufen oder Mieten 2026: Wichtige Kennzahlen für die Entscheidung

Die pauschale Aussage „Kaufen lohnt sich mehr als Mieten“ greift zu kurz. Stattdessen sollte jeder Haushalt die eigene Situation sowie die Kennzahlen am lokalen Markt prüfen. Für eine fundierte Entscheidung zur Mietpreisentwicklung 2026 und zur Frage Kaufen vs. Mieten sind unter anderem diese Punkte relevant:

  • Monatliche Mietbelastung: Kaltmiete, Nebenkosten und mögliche künftige Mietsteigerungen.
  • Finanzierungskosten: Zins, Tilgung, Laufzeit, Eigenkapitalanteil und Sondertilgungsrechte.
  • Nebenkosten des Kaufs: Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten, Maklercourtage.
  • Laufende Kosten als Eigentümer: Hausgeld, Instandhaltungsrücklage, Versicherungen, Modernisierungen (z. B. energetische Sanierung).
  • Perspektive: Geplanter Zeithorizont im Objekt (mindestens 7–10 Jahre sind meist sinnvoll, um Kaufnebenkosten zu amortisieren).

Häufig gilt: Je stärker die Mietpreise vor Ort steigen und je länger man an einem Ort bleiben möchte, desto eher verschiebt sich die Waage zugunsten des Eigentumserwerbs. Ein Vergleich der heutigen Miete mit der zu erwartenden Kreditrate inklusive aller Nebenkosten ist daher der entscheidende Schritt.

Perspektive für Anleger: Mietrendite und Mietpreisentwicklung 2026

Nicht nur Selbstnutzer, auch Kapitalanleger blicken gespannt auf die Mietpreisentwicklung 2026 in Deutschland. Für sie stehen andere Kennzahlen im Fokus, insbesondere:

  • Bruttomietrendite: Jahresnettokaltmiete im Verhältnis zum Kaufpreis.
  • Nettomietrendite: Zusätzliche Berücksichtigung laufender Kosten, Leerstand, Instandhaltung.
  • Wertzuwachs-Potenzial: Entwicklung des Quartiers, Infrastrukturprojekte, Zuwanderung, Standortqualität.

In vielen A-Lagen haben sinkende Renditen und hohe Kaufpreise dazu geführt, dass Investoren zunehmend in B- und C-Städte ausweichen. Dort sind Mieten oft noch steigerungsfähig, während die Einstiegspreise niedriger ausfallen. Wer in Regionen investiert, in denen die Mietpreisentwicklung 2026 dynamisch bleibt, kann trotz höherem Zinsumfeld attraktive Renditen erzielen – vorausgesetzt, Standort und Objektqualität stimmen.

Fazit: Wo sich Kaufen 2026 in Deutschland eher lohnt als Mieten

Die Mietpreisentwicklung 2026 in Deutschland zeichnet ein differenziertes Bild: In den gefragten Metropolregionen bleiben Mieten hoch und steigen weiter, vor allem bei knappen Angeboten. Hier kann sich der Blick in den Speckgürtel und in Mittelstädte lohnen, in denen Kaufpreise und Mieten in einem ausgewogeneren Verhältnis zueinander stehen.

Kaufen lohnt sich tendenziell dort mehr als Mieten, wo:

  • die Mietpreise überdurchschnittlich steigen,
  • die Kaufpreis-Miete-Relation moderat ist,
  • eine langfristige Nutzungsplanung besteht,
  • und die lokalen Perspektiven bei Arbeitsmarkt und Infrastruktur überzeugen.

Wer diese Kriterien mit den eigenen finanziellen Möglichkeiten und der persönlichen Lebensplanung abgleicht, findet leichter jene Standorte in Deutschland, an denen sich der Erwerb einer Immobilie im Jahr 2026 und darüber hinaus spürbar mehr lohnt als das dauerhafte Wohnen zur Miete.